30. Oktober 2020

Der Ozünderweg bei Naila

Sehr gut ausgeschilderter Wanderweg

Der Ozünderweg bei Naila

35,5 Kilometer im Frankenwald – Der Ozünderweg

Von Naila, Rodesgrün, Marxgrün, Griesbach, Eibnsiedel, Höllental, Hölle, Marxgrün, Christusgrün, Pechreuth, Lippertsgrün nach Culmitz und Marlesreuth
Handynutzer
Infos zur
Frankenwald Wanderung
RouteOzünderweg Naila
GPX-Track
94 Downloads
DauerEin Tag
Länge35,5 Kilometer
Aufstieg689 Höhenmeter
SchwierigkeitLeicht
KategorieMittelgebirgswanderung
PrädikatBefriedigend
Hinweis zur Verwendung des GPX-Tracks

Eine Übersichtskarte

Ozünderweg | Naila

Der Ozünderweg beginnt in Naila

Im Fränkischen haben „Spitznamen“ von einzelnen Orten eine lange Tradition. Meist beziehen sie sich auf Ereignisse oder Personen, die im Umland des Ortes für Aufsehen gesorgt haben. Da es in Naila früher öfters unerklärlich brannte, wurden die Nailaer die „Ozünder“ (Anzünder) genannt. Meist branden dabei Scheunen und Gebäude ab, „die im Wege standen“ oder dringend saniert werden mussten. Heute wird mit den Spitznamen eher liebevoll umgegangen, und so hat die Nailaer Frankenwaldvereins-Ortsgruppen im Jahre 1995 einen rund 35 Kilometer langen Rundwanderweg gleichen Namens ausgeschildert. Ausgangs- und Endpunkt ist am Bahnhof (Bahnhofstraße) in Naila. Dort werdet Ihr auch einen Parkplatz finden. Der Weg ist mit dem Zeichen O und dem Zusatz Ozünderweg
ausgeschildert. (Quelle:frankenwald.bayern-online) Auf den Weg bin ich im Internet aufmerksam geworden, hier ist der Link dazu: wanderwege-in-nordbayern

Auf der Seite geht es um Markierte Wanderwege und Fernwanderwege in Nordbayern. Der Autor hat die vorgestellten Wanderungen selbst erwanderter und zusammengetragen. Sie sind nach Steckenlänge sortiert. Ein wahres „Eldorado“ ist die Seite für einen Wanderfreak wie mich. Den dort beschriebenen „Ozünderweg“ hatte ich bisher noch nicht gekannt – ich hatte deshalb viel Motivation diesen Weg in unserer Heimat anzugehen und kennenzulernen.
Ich starte in Naila – wandere ein paar Kilometer durch die Kleinstadt bis ich am Stadtende die viel befahrenen Bundsstraße 173 unterqueren konnte. Zunächst geht es vorbei an abgeerntete Felder und gemähte Wiesen. Yuki ist wieder einmal in seinem Element, sie springt und hüpft wie ein junges Reh. Sie freut sich wieder mit mir in Wald und Flur unterwegs sein zu dürfen.

Ozünderweg | Naila

Der Weg ist vom Frankenwaldverein sehr gut ausgeschildert worden

Positive überrascht mich die gute Ausschilderung des Ozünderwegs durch den Frankenwaldverein. Ich jedoch folge dem Weg anhand der GPS-Navigation.
Unser Weg geht ziemlich verwinkelt durch Marlesreuth, mit viel Aufmerksamkeit und dem Navigationsgerät gelingt das durchwandern dennoch völlig problemlos. Wieder geht es in einen kleineren Fichtenwald, dem charakteristischen Waldbild des Frankenwaldes. Nach der fast vollständigen Abholzung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde

überwiegend mit schnell wachsenden Fichten-Monokulturen wieder aufgeforstet. Es geht durch das Dorf Culmiz und dannach über die Bundesstaße 173 bis Lippertsgrün. Das Wetter hält sich wacker – der Hochnebel ist geblieben und die Temperatur liegt weiterhin bei 11C°. Nächste Station ist der Hof Waldfrieden bei Pechreuth mit seinem Wildgehege. Sehr beeindruckende große Hirsche gibt es dort auf einer großen Wiese zu sehen. Die Tiere sind sicher an Publikum gewöhnt, denn die Fluchtdistanz ist bei diesen Tieren gering. Neugierig gucken sie herüber und beobachten uns.

Yuki löscht ihren Durst in der Selbitz

262 Meter tiefer Termalbrunnen

Nach einigen Kilometern machen wir bei der nächsten Bank erstmal eine Pause. Mache wieder Kaffeewasser mit meinem Gaskocher heiß. Kaffeepulver in das heiße Wasser einrühren – Käse und knusperiges Roggenbrot schmecken besonders gut nach der Anstrengung an der frischen Luft. Dann folgt Christusgrün, das sind nur ein paar Häuser und in der Nähe, der 729 m hohe Spitzberg . In dem Dorf laufen die verschiedensten Wanderwege zusammen und bilden hier eine Art “Wegekreuz” der Wanderwege. Nun folgt der „Spiegelwald“ er ist das längste zusammenhängende

Waldstück auf unserer Wanderung. Am Ende des Waldes liegt das Dorf Marxgrün. Wir folgen dann immer der Lichtenberger-Str. und erreichen „Kleinschmieden“ und schließlich „Hölle“. Neben dem Fluß „Selbitz“ gleich beim Ortseingang finden Sie ein Brunnenhäuschen in der die  Mineral-Heilquelle Höllensprudel , eine der tiefsten Heilquellen Bayerns – mit 262m entspringt. Sie können dort kostenlos ihr Heilquellenwasser mitnehmen. Unser Weg führt uns bis ungefähr zur Mitte des „Höllentales“ wir queren eine Holzbrücke und verlassen das „Höllental“ dann wieder.  Dann noch über Griesbach und Rodesgrün wieder zurück nach Naila und beenden unsere Tour damit.

Der Start der Wanderung