Der Partnerschaftsweg von Hof nach Plauen

Von Hof, Haid, Ulitz, Blosenberg, Heinersgrün, Schwarzenreuth, Kienmühle, Schwand über Kürbitz bis Plauen


Infos zur Tour
RoutePartnerschaftsweg Hof – Plauen
GPX-Track→ Outdooractive
DauerEin Tag
Länge35 Kilometer
Aufstieg624 Höhenmeter
SchwierigkeitLeicht
KategorieMittelgebirgswanderung
PrädikatGut

Ich bin diesen Weg nunmehr sechs Mal gegangen. Bequem kann ich den Weg bereits an meiner Wohnadresse starten. Angedacht ist der Weg als Zeichen der Städtepartnerschaft zwischen Hof und Plauen, er startet eigentlich beim Hofer Rathaus und endet beim Plauener Rathaus. Die knapp 35 Kilometer lassen sich ohne größere Probleme „abmarschieren“. Der Weg ist mit blauem Balken auf weißem Grund gut markiert, er ist zum großen Teil identisch mit dem Jakobusweg. Sogar dem Fernwanderweg EB ( Eisenach-Budapest) werdet ihr auf einigen Metern folgen können. Ein großes Hinweisschild erinnert an die Zeit der Trennung bzw. der Wende hin zur Öffnung der Länder.
Ein kurze Wegstrecke weiter befinden wir uns auf dem ehemaligen Grenzstreifen oder dem Todesstreifen welcher heute als „grünes Band“ bezeichnet wird und als ein Rückzugsgebiet für seltenen Tiere und Pflanzenarten gilt. Wir wandern jetzt zwischen Blosenberg und Heinersgrün vorbei an hohen Hecken und mit tollem Ausblick in das umgebende Land. Die Streckenführung könnte auch schön als Filmkulisse für einen Heimatfilm (Herbstmilch) zu gebrauchen sein. Der Weg ist einfach, nur leicht geschwungen sind die kurzen Anstiege, malerisch fügt er sich in die Landschaft.

Historische, geschichtsträchtige Orte, Naturdenkmäler und eine weite Landschaft erwarten den Wanderer. Gleich hinter Ulitz beginnt das Bundesland Sachsen und mit ihm auch die ehemalige Zonengrenze.


Nach Heinersgrün mit seiner schon von weitem sichtbaren Wahlfahrtskapelle „Santa Clara“ steigt der Weg bis hin zum Burgsteingebiet stetig leicht an. In der idyllischen Landschaft zwischen den kleinen vogtländischen Dörfern Krebes und Ruderitz befinden sich die Burgsteinruinen. Bei diesen mittelalterlichen Ruinen handelt es sich um die Überreste zweier gotischer Kirchen aus dem 15. Jahrhundert. Der Wanderer kann hier auf den Spuren der Pilger wandeln, im Mittelalter dienten die mächtigen Bauwerke von immenser Größe als Wallfahrtskirchen. Bis heute haben die weit sichtbaren, hoch aufragenden Burgsteinruinen einen besonderen geschichtlichen Wert und lassen eine Besichtigung zu einem anziehenden Erlebnis werden.
Heute werden die Ruinen gerne für diverse Festlichkeiten und Veranstaltungen genützt. Zudem vereinen sich an dieser Stelle der Kammweg und Jakobusweg mit unserem Freundschaftsweg . Dann weiter zur Kienmühle durch das Kemnitztal – einer ehemaligen Mahl- und Schneidmühle die heute in Privatbesitz ist. An der Mühle sind ca. 20 Kilometer gelaufen und die Umgebung der Mühle lädt förmlich zu einer Rast ein. Es sind dort eine überdachte Sitzgruppe mit Bank oder/und eine einzelne Bank unter Fichten vorhanden. Nach halbstündiger Rast wird der kurze und steile Anstieg genommen, der Ort Schwand ist dann auch schon erreicht. Ab Schwand führt unser Weg über eine kleine, schmale Alleenstraße welche über eine Hochfläche führt.

Mal lässt der Blick nach unten eine Ortschaft erkennen, mal verläuft der Weg durch kleinere Waldgebiete, immer kurzweilig und interessant, was wohl als nächstes kommt?


Von hier oben  lassen sich Geilsdorf, die große Autobahnbrücke und Weischlitz gut  ausmachen. Wieder weg von der Straße und im Gelände wird unser Weg dann zum schmalen Pfad, der bergab durch dichten Wald führt. Immer auf dem Höhenzug entlang geht es bequem und flott dahin. Bergab nach Kürbitz an der Weißen Elster.
Kürbitz ist bekannt durch seine Salvator–Kirche, eine der schönsten Dorfkirchen des Vogtlandes. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die 1298 erbaute Elsterbrücke und der Gutshof mit Taubenhaus mit einem ehemaligen Herrenhaus.
Wer Hunger verspürt kann sich hier gerne in einem der Gasthäuser bewirten lassen. Nach Kürbitz geht unser Pfad in einen kurzen, knackigen Anstieg, und dann weiter über eine Nebenstraße zu den Vororten von Plauen. Unterwegs treffen wir auf den EB (Eisenach-Budapest)-Fernwanderweg. Wir laufen dann noch an Rinderweiden und Ponyhöfen vorbei. Irgendwann ist von oben ist die Silhouette der Stadt Plauen  zu erkennen und wir steigen  in das Tal in dem Plauen liegt hinab. Es sind ab erreichen der Ortsschilder noch ca. drei Kilometer bis zum Plauener Rathaus. Wir laufen noch hoch zum Bahnhof um den Zug zurück zunehmen.