23. Oktober 2019

Von Glashütten nach Bamberg – Eine Fränkische Schweiz Wanderung

Von Glashütten nach Bamberg – Eine Fränkische Schweiz Wanderung

Zweiundfünfzig Kilometer von Glashütten nach Bamberg

Von Glashütten zur Neubürg dann von Wohnsgehaig, über Plankenfels nach Neumühle(Heiligenstadt) und weiter über Oberleinleiter bis nach Bamberg
Handynutzer
Infos zur
Fränkische Schweiz Wanderung
RouteGlashütten - Bamberg
GPX-Track
15 Downloads
DauerMit Pausen ca. 9:5 h
Länge51,5 Kilometer
Aufstieg716 Höhenmeter
SchwierigkeitLeicht
KategorieMittelgebirgswanderung
PrädikatSehr gut, ist in einem Tag gut zu laufen
Hinweis zur Verwendung des GPX-Tracks

Eine Übersichtskarte

Früher Aufbruch zur zweiundfünfzig Kilometer-Wanderung ab Glashütten

Yuki und ich starten die Tour schon sehr früh am Tag. Nach den Recherchen erwarten uns um die zweiundfünfzig Kilometer und ich habe geplant die Tour in einem Stück durchzuwandern. Es ist noch dunkel und kalt als wir durch den Ort Glashütten laufen. Einige nachtjagende Katzen gucken uns verwundert hinterher. Schnell sind die ersten Höhen und der schmale Waldpfad hinter uns gelassen und wir stehen bei Sonnenaufgang auf der Neubürg. Die Navigation funktioniert perfekt. Ich hatte die Route selbst erstellt und nutze sie auf meiner Navigationsuhr. Die Neubürg ist ein 586,8 Höhenmeter hoher Berg in der Fränkischen Schweiz, auf dem Gebiet der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth, der Tafelberg ist sehr markant und nicht zu übersehen, der Berg ist zudem die höchste Erhebung auf unserer Wanderung.

Die friedliche Stimmung zu dieser Zeit dort oben am Berg tut der Seele gut. Vom Osten her lässt sich der neue Tag erahnen. Wir steigen vom Berg herunter zum Ort Wohnsgehaig. Meine Yuki macht dort die Bekanntschaft eines “Einheimischen-Hundes”, das Techtelmechtel zwischen den beiden Tieren dauert jedoch nur kurz an. Nach dem Marsch über einen Höhenzug. erreichen wir die Truppbach. Im Truppbachtal befindet sich ein weiterer Wanderweg der die Mühlen des Tales verbindet. Dann geht es hoch nach Plankenfels, vorbei am Plankenfelser Schloss und hinunter ins Wiesenttal. Die Quelle des Flußes Wiesent ist in Steinfeld im Landkreis Bamberg und hier in Plankenfels ist sie schon schön breit. Das Tal ist traumhaft und ein landschaftliches Idyll. Wir kommen durch das kleine Schressendorf und erreichen nach einigen Kilometer die Fuchsenmarter.

Tolle Landschaft und ein Galgenhügel bei Aufsees

Einem Gefühl folgend und weil es dort eine schöne Bank gib, entschloss ich mich hier eine Rast zu machen. Es gibt keinen grundsätzlichen Plan, wann und wo eine Rast eingelegt wird, ich entscheide immer nach meinem Bauchgefühl und dieses im wahrsten Sinne des Wortes. Der Pfad bleibt nach wie vor abwechslungsreich und interessant. Einige Hinweisschilder weisen bereits auf unser nächstes Zwischenziel den Ort Aufseß hin. Unser Pfad führt uns in ein ausgedehntes Waldgebiet, dann vorbei am Galgenhügel und schon sehen wir den Ort in dem ein gleichnamiger Bach fließt unter uns. Markant thront das Schloss Aufseß auf der gegenüberliegenden Seite des Tales. Der Ort ist nett und gepflegt und einige Ausflugsgaststätten befinden sich darin. Wir durchlaufen das Tal, tangieren das Schloss und verlassen dann den Ort westwärts.

Ich fühle mich gut, mein Körper tut klaglos seinen Dienst, das Setup für längere Strecken bewährt sich auch in diesem Falle wieder sehr gut. Von Aufseß bis Neumühle (Heiligenstadt) führt der Pfad wieder durch ein größeres Waldgebiet, die Wegführung ist mittels diverser Hinweisschilder gut markiert. Vor dem Schloss Greifenstein wird unser Pfad zum schmalen Steig, er führt vorbei an Kletterfelsen und einer verfallenen Kapelle, sie sieht aus wie die Requisite eines Westernfilms. Ziemlich steil führt dann der Pfad bis hinunter zur Neumühle. Ab der Mühle geht es über offenes Land, oberhalb und parallel des Leinleitertales vorbei an Burggrub und wir steigen dann bei Oberleinleiter vom Berg herab um den Ort zu durchqueren. In Oberleinleiter befinden sich einige schöne alte fränkische Backöfen und überhaupt ist der Ort sehr friedvoll.

Durch Wälder bis zum Bamberger Stadtrand

Nach Oberleinleiter laufen wir durch eine typisch fränkische Mittelgebirgslandschaft, saftige Wiesen wechseln sich mit kleineren Waldgebieten ab. Es liegt der würzige Luft des Frühlings in der Luft. Unser Pfad führt jetzt stetig über gerade verlaufende Erntewege. Landwirte begegnen uns mit ihren großen Maschinen rücksichtsvoll und vorsichtig. Bei Kilometer fünfunddreißig ist Zeit für die zweite Rast auf dieser Tour. Ich ziehe mir kurz etwas über um den Körper vor Auskühlung zu schützen und krame dann die Kochutensilien aus meinem Rucksack. Yuki und ich haben es uns auf trockenem Gras am Waldrand bequem gemacht, wir genießen die Rast und beobachten den Verkehr auf der nahen Nebenstraße. Nach dem Aufbruch befinden wir uns im Wald um den Geisberg.

Der Wald existiert hier ausschließlich aus Buchenbäumen und die nächsten dreizehn Kilometer des Pfades bestehen nur aus normalen Forstwegen. Nach kurzer Wegstrecke kommen wir am Denzels Brunnen vorbei. Man hat neben der Quelle einige Sitzgelegenheiten und einen Tisch platziert. Wenn ihr die Tour nachwandert, dann versucht an diesem schönen Platz eure Rast einzulegen. Nach der folgenden bergab-Passage seit ihr im Hauptmoorwald der bis zur Stadtgrenze Bamberg´s reicht. Einige Freizeitsportler drehen dort ihre Runden. Ich konnte bei Kilometer achtundvierzig noch einmal beschleunigen um einen Nordic-Walker hinter mir zu lassen. Wir erreichen dann das Stadtgebiet und sind um halb Fünf beim Bamberger Bahnhof. Jetzt steht nur noch die Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Die Bilder der Tour

Der Start der Wanderung

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