Der Höhenweg im Fichtelgebirge

48,2 Kilometer und 1474 Höhenmeter – Der Höhenweg im Fichtelgebirge


Von Schwarzenbach/Saale nach Hallerstein, Waldstein,
Weißenstadt, Rudolfstein, Schneeberg, 
Seehaus, Platte, Silberhaus, Hohe Matze, 
Wurmloh, Kösseine und über die Luisenburg nach Wunsiedel

Meine La Sportiva tun wieder ihren Dienst

Immer wieder verblocken Steine den Weg und fordern eine gute Linienwahl.

Mit dem Höhenweg der über den Hauptkamm des Fichtelgebirges führt habt ihr die wichtigsten Gipfel des Fichtelgebirges abgewandert. Öfters kam mir in der letzten Zeit der Gedanke diesen Weg in einem Stück abzuwandern. Doch erst musste ich die Gewissheit – Dass mein Können, meine Erfahrung und meine körperliche Konstitution ausreichen ausgebildet sein würden, um den Höhenweg in einem Stück erfolgreich zu durchwandern erst abwarten. Jetzt war es nun soweit!

Im Nachhinein betrachtet, waren nicht die Länge oder die Höhenmeter des Höhenweges ein großes Problem.

Die auf dieser Tour häufig anzutreffenden, mit Steinbrocken und Felsen verblockten Wege forderten in der Summe sehr viel Kraft. Das Fortbewegen auf einem mit Felsen und Steinen versehenen Weg ist sozusagen die Königsdisziplin des Gehens. Wer darin geübt ist, hat seine helle Freude an den vielfältigen Bewegungen, für die nicht so Versierten ist es ein Graus. Gefragt sind Gleichgewicht, Koordination, Kraft und vor allem vorausschauendes Gehen. Auch ein geschultes Auge und etwas Erfahrung, welcher Stein wie belastet werden kann und wie der Fuß angestellt wird, sind wichtig.


Die ersten zwölf Kilometer sind geschafft…Puh

Der Tag will uns zu unserer Unternehmung gratulieren

Meine Yuki und ich starten schon sehr früh die Tour, wir wollen die Kühle des Morgens soweit als möglich für uns nützen.  Einige Tiere der Dämmerung lassen sich von uns überraschen. Wir durchlaufen schon bald den Ort Hallerstein. Das Dorf macht einen einladenden Eindruck. Der Duft von frischem Brot weht von der Backstube heraus auf die Straße. Die Verkäuferin winkt uns zu. Der Tag will uns zu unserer Unternehmung gratulieren. Der Waldstein mit seinen schmalen Wegen ist rasch hinter uns gebracht.  
Dann liegt der Weißenstädter-See  in stiller morgendliche Ruhe vor uns. Eine kurze Kaffeepause sei uns gegönnt. Eine sportliche Inline Skaterin dreht ihre Runden um den See. Freundlich lächelt sie uns – weil einig in der Gesinnung – zu. Nach der Tasse Kaffee brechen wir auf um den Schneeberg zu besteigen. Fast von selbst finden meine Füße den Weg über Wurzelpfade nach oben. Viele Wanderer und Familien sind heute da oben unterwegs. Das Seehaus haben wir dann bei ungefähr Kilometer Dreißig erreicht.

Infos zur
Fichtelgebirgs Wanderung
RouteSchwarzenbach/Saale, Hallerstein, Waldstein,
Weißenstadt, Rudolfstein, Schneeberg,
Seehaus, Platte, Silberhaus, Hohe Matze,
Wurmloh, Kösseine, Luisenburg, Wunsiedel
GPX-Track
15 Downloads
DauerEin Tag
Länge48,2 km
Aufstieg1474 HM
SchwierigkeitHohe Anforderung an Kondition,
Trittsicherheit ist erforderlich
KategorieMittelgebirgswanderung
PrädikatMit nachhaltiger Wirkung
AnfahrtMit der Bahn bis Schwarzebach/Saale,
der Einstieg in die Tour befindet sich
einige Meter unterhalb des Bahnhofes
Hinweis zur Verwendung des GPX-Tracks
Die Geschichte zur Girgelhöhle
Die Höhle wurde benannt nach dem „Schmiedmatzengirgel“ (Girgl=Georg), der um 1800 im nahen Mühlbühl beheimatet war. Er hatte  aus Eifersucht einen Grenzwächter erschlagen und flüchtete zunächst über die Grenze in die Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth. Um in der Näher seiner Heimat zu sein, hauste er in der Höhle. Manchmal besuchte er heimlich seine Familie. Wahrscheinlich wurde er wegen des hohen Kopfgeldes verraten, von den Gendarmen gefasst, im Gerichtsort Kemnath zum Tode verurteilt und schließlich durch das Schwert hingerichtet.

Vom Seehaus bis an den Fuß der Kösseine

Die Zwischenbilanz fällt positiv aus, der Wille sich weiter anzustrengen ist ungebrochen und der Körper ist noch immer in hervorragender Verfassung. Wir brechen auf und nehmen den kurzen, knackigen Abstieg vom Seenhügel herunter auf einen Wirtschaftsweg um dann in einer Steigung hoch zum Felsenmeer der Platte zu kommen. Ein kurzer Fototermin auf der Platte und schon sind wir beim Abstieg zum Silberhaus. Ihr habt halt ab Weißenstadt immer wieder die beschriebenen verblockten Wege zu gehen, sie sind abwechslungsreich, interessant und herausfordernd zugleich.
Vorbei an der Girgel-Höhle und hoch zur Hohen Matze – der Pfad dahin ist steinig und mit Wurzeln durchsetzt, zudem liegt eine riesige vom Sturm gefällte Fichte quer über dem Weg. Auf der Hohen Matze ist der Kösseine-Berg zum greifen nahe. Doch da müssen wir erst einmal hinauf, also jetzt in den steilen und gefährlichen Abstieg nach Wurmlohe und mittels geteerter Straße nach Hohenbrand, am Fuße der Kösseine. Es hilft der Moral zu wissen das die folgenden zwei Kilometer Anstieg die letzten auf dieser Tour sind. Ich trinke mein letztes Wasser aus, um es nicht den Berg hochschleppen zu müssen.

Nette Bewirtung auf der Kösseine

Dann kommen wir doch noch heil oben an und konnten auf dem Weg nach oben noch den einen und anderen Wanderer überholen. Die Sonnenterrase beim Kösseinehaus ist bis auf den letzten Platz besetzt. Die Wanderer genießen das Panorama und das grandiose Wetter. Meine Yuki bekommt von der netten Wirtin ein extra Leckerli und ich mein Käsebrot mit Gurke. Die Wirtsfrau der Kösseine habe ich immer nur sehr nett erlebt. Fast wäre ich auf der Bank kleben geblieben, so schön habe ich mich unterhalten. Ein Blick hinüber zum winzig erscheinenden Schneeberggipfel lässt die große Distanz bildlich erscheinen, die wir bisher zurückgelegt haben. Eine gewisse Steifigkeit hat sich nach der schönen Rast in einen elastischen, rhythmischem Gang gewandelt der jetzt wieder stundenlang,
erschöpfungsfrei in fast jedem Gelände durchgehalten werden kann. Mit Freude nehmen wir die letzten Kilometer unter die Sohlen (Pfoten). Wir steigen über einen schmalen und gefährlichen Wurzelpfad (den Verlauf findet ihr in der GPX-Datei) vom Gipfel der Kösseine herunter. Die Wege sind nach dem Abstieg moderat und bequem zu gehen. Wir laufen an den bekannten Felsformationen, dem kleinen und großen Haberstein vorbei und hin zum Weg in Richtung Luisenburg. Viele Familien und Besucher sind beim Felsenlabyrinth und bei der Luisenburg. Jetzt sind es nur noch ein paar Kilometer bis nach Wunsiedel zu laufen. Wir nehmen direkten Kurs zur Italienischen Eisdiele im Zentrum von Wunsiedel. Meine Yuki bekommt als Belohnung ein großes Eis mit Sahne und ich einen schönen italienischen Kaffee.

Eine Übersichtskarte


Bilder vom Höhenweg im Fichtelgebirge

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