18. November 2019

Von Bischofsgrün, Seehaus, Fichtelsee zum Weißmain Felsen und zur Weißmain Quelle

Von Bischofsgrün, Seehaus, Fichtelsee zum Weißmain Felsen und zur Weißmain Quelle

Die Höhepunkte der Wanderung

  • Der Naturpfad entlang des Weißen Maines
  • Ausflugsgaststätte Karches beim Karchesweiher
  • Der Nußhardt
  • Das Seehaus
  • Der Fichtelsee und die Gaststätte beim Fichtelsee
  • Der Fichtelseemoor
  • Der Weiß Main Felsen
  • Die Weiß Main Quelle
  • Die Kneipp Anlage bei Bischofsgrün
  • Die Sommerrodelbahn Bischofsgrün
  • Die Sprungschanze Bischofsgrün
Handynutzer
Infos zur
Fichtelgebirgs Wanderung
Start/ZielFröbeshammerstr. Bischofsgrün zwischen
Zufahrt zur B303 und Hotel Kaiseralm
RouteBischofsgrün, Weißmainweg, Naturpfad,
Karches, Nußhardt, Seehaus, Fichtelsee
Weißmain Felsen, Weißmain Quelle
Bischofsgrün Sprungschanze, Weißmainweg
GPX-Track
16 Downloads
DauerMit Pause ca. 4:5h
Länge16,6 Kilometer
Aufstieg452 Höhenmeter
Abstieg476 Höhenmeter
Höchster Punkt950 Höhenmeter
SchwierigkeitEine nette Mittlgebirgswanderung
mit moderaten Anstiegen
und einigen unwegsamen Pfaden
Wegeca. 2/3 Pfade und 1/3 Forst-,Wirtschaftswege
Hinweis zur Verwendung des GPX-Tracks

Eine Übersichtskarte

Start über den Naturpfad

Nach dem Start vom Parkplatz folgt ihr ein paar Meter einem Wirtschaftsweg, biegt dann nach rechts ab und ihr befindet euch dann schon auf einem schmalen Pfad der bergab in die Richtung Weißer Main führt. Der folgende Naturpfad führt parallel zum Weißen Main im Weiß Main Tal in die Richtung Karches, der Pfad ist traumhaft schön. Ungefähr bei der Hälfte des Pfades wird der Naturpfad unterbrochen, ihr quert den Weißen Main mittels einer Brücke, nach der Brücke folgt ein kleines Schutzhäuschen und ihr nehmt dann den Naturpfad nach einigen Metern auf einem Wirtschaftsweg wieder auf.

Der zweite Teil des Pfades ist noch unwegsamer als der erste Teil, vor dem Betreten des Pfades wird der Wanderer auf die Besonderheiten und Gefahren mittels Schild hingewiesen. Der Pfad verläuft weiterhin entlang des Weißen Maines und bietet dem Begeher ungemein reizvolle Eindrücke. Kurz vor Karches endet der Pfad, Ihr könnt euch gerne bei der Ausflugsgaststätte Karches bewirten lassen. Dann quert Ihr die B303, ihr lauft vorbei am Hubertus Brunnen und dann durch den Buchenwald bis hoch zum Verbindungsweg Schneeberg – Seehaus.

Nach der ganzen Hochlaufereil über den Wirtschaftsweg betretet ihr bald wieder einen schmalen Pfad der gerade hoch durch den Fichtenwald führt, ihr kommt dann schließlich an eine Wegweisung: Nach links zum Schneeberg und rechts zum Nußhardt und Seehaus. Ihr wählt die Ziele die über den Rechtsschwenk zu erreichen sind. So kommt ihr nach kurzer Wegstrecke zum dritthöchsten Berg im Fichtelgebirge, dem Nußhardt mit immerhin 972 m ü. NHN. Im Gipfelbereich seht ihr das Blockmeer welches unter Naturschutz steht es ist ein beeindruckendes Naturerlebnis. Nehmt euch unbedingt Zeit den Nußhardt genauer zu erkunden. In der Folge führt uns unser Pfad weiter bis hin zum Seehaus. Das Seehaus liegt am Westhang des Seehügels  im Schneebergmassiv auf einer großen Waldlichtung.
Die Kreuzungspunkte der Wanderwege Höhenweg / Mittelweg / Fränkischer Gebirgsweg begegnen sich dort. Nach dem Seehaus nehmt ihr den Seehaussteig quer durch den Wald und bis hinunter zur B303 die ihr zu queren habt. 

Das Naturwaldreservat Fichtelseemoor
Das Fichtelseemoor ist das besterhaltenen Hochmoor in Oberfranken. In der Vergangenheit wurde das Moor durch Entwässerung und Torfabbau stark beeinträchtigt. Viele Moorspezialisten sind bereits aus dem Gebiet verschwunden. Eine beachtliche Anzahl seltener und stark gefährdeter moortypscher Arten ist aber noch heute im Fichtelseemoor heimisch

Jahrtausende dauert die Entstehung eines Moores

Das Moor beim Fichtelsee
Nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren begann die Entstehung des Fichtelseemoores. Auf den wasserdurchlässigen Tonschichten sammelte sich im Sattel zwischen Seehügel und Hüttenberg das Hangwasser. Langsam bildete sich ein See. Dieser verlandete, in dem abgestorbenen Pflanzenreste im Wasser absanken, nur unvollständig zersetzt wurden und so schließlich das Seebecken völlig ausfüllen. Dabei entstanden zunächst die Torkörper des so genannten Niedermoores. Im Folgenden wuchs die Torfschicht weiter und wölbte sich schließlich uhrglasförmig über die ehemalige Seefläche hinaus. Dadurch verloren die obersten Torfschichten allmählich den Kontakt zum Grundwasser. Es entstand ein Hochmoor das nur noch von Regenwasser gespeist wurde. Weil Regenwasser viel nährstoffärmer ist als Grundwasser, überleben hier nur spezialisierte Pflanzen, die mit diesen kargen Bedingungen zurecht kommen. Zu ihnen zählen die Torfmoore. Die unteren Teile dieser unermüdlich wachsenden Pflänzchen sterben ab und vertorfen. Der Torfkörper wächst auf diese Weise rund 1 mm jährlich.

Nur einige Jahre bis zur Zerstörung

Lange Zeit hat der Mensch das Moor gemieden. Bereits um 1650 wurde jedoch ein Graben in das Moor gezogen, um Wasser aus dem Moor zu leiten. Zum Betrieb der Hammerwerke in Fichtelberg wurde Ende des 18. Jahrhunderts der Fichtelsee angestaut. Der Abbau des Torfes begann 1840, um es als Brennmaterial zu nutzen. Bereits nach neun Jahren war etwa die Hälfte des Torfkörpers abgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde wegen akuten Brennstoffmangels noch einmal Torf gestochen. Durch die Beschädigung und Austrocknung des Torfkörpers wurde das natürliche Moorwachstum unterbrochen. Daher ist es heute kein „lebendes Hochmoor“ mehr.

Wiederbelebungsversuch

Heute wird versucht, dem Moor neues Leben einzuhauchen. Durch Schließung der Entwässerungsgräben soll das Moor wiedervernässt und eine neue Moorentwickling ermöglicht werden. Nur so können viele der hier heimischen hoch gefährdeten Tier- und Pflanzenarten langfristig überleben.

Lebensraum Moor – eine Spezialität in vielerlei Hinsicht

Das Moor ist ein ganz besonderer Lebensraum. Als Übergangszone ist es ökologisch sowohl dem Land als auch dem Wasser zuzuordnen. Die hier lebenden Arten haben sich an die nährstoffarmen und nassen Bedingungen angepasst. Durch ihre Spezialisierung auf den Lebensraum Moor sind sie aber auch strikt an ihn gebunden und können nicht ausweichen. Im nicht abgetorften Kernbereich des Fichtelseemoores hat sich bis heute ein Spirkenwald erhalten. Die Spirke, auch Moorkiefer genannt, gedeiht außerhalb der Alpen ausschließlich auf Torf. Sie hat hier eines ihrer letzten Vorkommen in Oberfranken. Um die seltenen Art zu erhalten und ihren Anteil möglichst wieder zu erhöhen, wurde das Fichtelseemoor auch als Naturreservat ausgewiesen.

Die Bilder der Tour

Der Start der Wanderung

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