7. Dezember 2019

Bischofsgrün, Weissmainquelle, Bocksgraben, Neubau, Fichtelsee, Seehaus, Nußhardt, Haberstein, Bischofsgrün

Von Bischofsgrün, Weissmainquelle, Bocksgraben, Neubau, Fichtelsee, Seehaus, Nußhardt, Haberstein nach Bischofsgrün

Wanderung zum Bocksgrabensteig im Fichtelgebirge

Die Höhepunkte der Wanderung

  • Die Wanderung entlang des Naturpfades Weißer Main
  • Die Weiß Main Quelle
  • Der Bocksgraben
  • Der Pfad entlang des Dorfes Neubau
  • Der Fichtelsee
  • Das Seehaus
  • Der Pfad zum Nußhardt
  • Der Nußhardt
  • Das Naturschutzgebiet Haberstein
Handynutzer
Infos zur
Fichtelgebirgs Wanderung
Start/ZielFröbeshammerstr. Bischofsgrün zwischen
Zufahrt zur B303 und Hotel Kaiseralm
RouteBischofsgrün, Weißmain Quelle
Bocksgraben, Neubau, Fichtelsee
Seehaus, Nußhardt
Naturschutzgebiet Haberstein,
Höhenklink, Bischofsgrün, Bischofsgrün
GPX-Track
11 Downloads
DauerMit Pause ca. 4:30 h
Länge19,9 Kilometer
Aufstieg508 Höhenmeter
Abstieg507 Höhenmeter
Höchster Punkt951 Höhenmeter
SchwierigkeitEine schöne Mittlgebirgswanderung
mit moderaten Anstiegen
viele Pfade und Wege
abseits der Hauptwanderwege
Wegeca. 1/3 Wirtschaftswege
und ca. 2/3 unbefestigte Pfade und Wege
Hinweis zur Verwendung des GPX-Tracks

Eine Übersichtskarte

Der Bocksgraben

Der Bocksgraben

Ein altes Ingenieursbauwerk
Infotafel beim Bocksgraben
Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Hammerwerke entlang der Fichtlnaab verstärkt angelegt. Zur Stärkung des Triebwassers der Hammerwerke an der Fichtelnaab wurden im 17. und 18. Jahrhundert Bäche umgeleitet.

Dabei wurden mit großer Präzision und einfachen Geräten beachtenswerte Wasserbauwerke errichtet. Das Wasser wurde an geeigneten Stellen teilweise vom Flußsystem des Mains (Ziel Nordsee) in das der Naab (Ziel Schwarzes Meer) umgeleitet. Dabei wurden dem Main und der Steinach ihre höchstgelegenen Quellen genommen. Die eigentliche Quelle des Maines liegt am Seehaus.

Wegen des Wasserraubes gab es zwischen den Hammerherren in dem damals markgräflichen Bischofsgrün und dem kurbayrischem Fichtelberg einen langjährigen Rechtsstreit.

Der Bocksgraben ist die bedeutendste und bekannteste Umleitung im Fichtelgebirge. Er ist zur Gänze künstlich, kappt das Quellgebiet der Warmen Steinach und führt das Wasser nach Neubau zur Fichtelnaab. Die alten Steinachquellen lagen 885 m hoch, die jetzigen liegen als Folge davon ca. 100 Höhenmeter tiefer. Weitere Umleitung zur Fichtelnaab u.a.:

Gregnitz mit dem Lochbach in den Fichtelsee
Kratzebach mit dem Seegraben nach Neubau
Moosbach mit dem Hennenlohbach nach Mehlmeisel
Die Mainquelle

Die Mainquelle
887 m ü. NN

Infotafel bei der Weiß Main Quelle
Die mit Grantiquadern gefasste Quelle des Weißen Mains liegt am Osthang des Ochsenkopfes. Die erste Quellfassung erfolgte 1717 durch Wildmeister Johann Caspar Munder aus Bischofsgrün im Auftrag des Bayreuther Markgrafen, weshalb sie zunächst „Fürstenbrunnen“ genannt wurde. Der Buchstabenfolge „GFCMZÜIPH“ um das Wappen weist auf die Anfangsbuchstaben von „Georg Friedrich Carl, Margraf zu Bayreuth, in Preußen Herzog“ hin. Von beiden Zahlen ist nur noch die rechte erhalten; die linke wurde, wie deutlich erkennbar ist, abgeschlagen. Die Anfangsbuchstaben des Wildmeisters „JCM“ sind am Schlussstein rechts seitlich eingemeißelt. An die zweite Fassung der Quelle erinnert der linke Stein neben dem Schlussstein mit der Jahreszahl 1827. Die geschliffene Syenitplatte mit der Inschrift WEISSMAINQUELLE wurde nach 1886 angebracht.

Johann Wolfgang v. Goethe besuchte mit seinen Reisebegleitern am 1.7.1785 den Fürstenbrunnen. Die Begründer der deutschen Romantik, die Dichter Wilhelm Wackenroder und Ludwig Tieck, kamen bei ihrer Pfingstreise am 26.5.1793 zur Mainquelle. Am 6.5.1972 wurde Bayerns erster Fernwanderweg, der 542 km lange Mainwanderweg, eingeweiht.

Der Main ist der Hauptfluss Frankens. In antiker Zeit heißt der Main „Moenus“ im Jahr 794 „Moin“, mhd. „Moun, Moin“, erst seit dem 15. Jahrhundert setzt sich die Schreibweise „Main“ durch. Der Name soll keltischen Ursprungs sein, entstand am Unterlauf und bedeutet „Fluss“. Der Beiname „Weißer“ entstand im 17. Jahrhundert zur Unterscheidung zum „Roten Main“ wobei die Farbe des Wassers ausschlaggebend gewesen sein soll.

Von Karches bis Kulmbach diente der Fluß vom 16. bis 19. Jahrhundert für die Holzflößerei; zur Verstärkung des Wasserlaufes wurden, Flößweiher angelegt. Mit seiner Wasserkraft trieb man in Fröbershammer, Glasermühle, Röhrenhof und Goldmühl Hammerwerke an.

Teilstück der Wanderung, der Bocksgraben

Bilder der Tour

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