18. August 2022
breitenlesau aufsess start

Breitenlesau-Aufseß-Hochstahl-eine einfache Rundwanderung-21 KM-196 HM

flurweg zochenreuth
Flurweg bei Zochenreuth

Ab Breitenlesau, dann durch das Aufseßtal – Wälder, Felder, Wiesen und schöne Dörfer – folgt dem Brauereienweg ein Stück

brauereiweg

Für die Streckenlänge und einer Fränkischen Schweiz Wanderung sind auf dieser Tour wenig Höhenmeter zu bewältigen. Ihr könnt die Wanderung mit geringem Aufwand unternehmen. Ein paar Trailrunner und dem Wetter angepasste Kleidung genügen völlig. Weil die Tour einige Passagen des Brauereiweges enthält, bietet euch die Tour Möglichkeit in Aufseß, Hochstahl oder Breitenlesau in einen Brauereigasthof einzukehren.

Schönes Wandern steht euch bevor. Vorbei an Feldern, Wiesen und Wäldern über die Jurahochebene. Der Steingraben bringt euch hinunter in das Tal der Aufseß. Über Draisendorf immer dem kleinen Fluss Aufseß entlang bis nach Aufseß. Hoch zum Schloss. Ich bin unterhalb des Schlosses auf eine historische Karte mit den um 1680 üblichen Bezeichnungen für Örtlichkeiten gestoßen. Unglaublich wie viel Wissen und Mühe in solch einer Karte steckt.

Historische Karte der Aufseßer-Gegend
Historische Karte der Aufseßer-Gegend

Ihr folgt nach wie vor dem Flüsschen vorbei an Oberaufseß. In Oberaufseß befindet sich die gleichnamige Burganlage. Ein berühmter Bewohner ist Hans von und zu Aufseß, Altertumsforscher und Gründer des Germanischen Museums Nürnberg. Die Burganlage ist in Privatbesitz und lässt sich nicht besichtigen. Bequem führt uns unser Pfad bis nach Neuhaus. In Neuhaus verlasst ihr das Aufseßtal.

Schloss Oberaufseß mit Hugoturm

Der Name Oberaufseß wurde erstmals 1326 erwähnt und bezeichnete zunächst ein landwirtschaftliches Gut.

Das heutige Schloss Oberaufseß ist einem Bruderstreit zu verdanken: 1690 verließ Carl Heinrich von Aufseß den Stammsitz der Familie, nachdem er sich mit seinem Bruder Friedrich über die Religion zerstritten hatte. Friedrich war wieder zum Katholizismus übergetreten. Carl Heinrich begann das Gut auszubauen und als barocke Schlossanlage umzugestalten.

Zur Schlossanlage gehören das Wohnhaus sowie mehrere Wirtschaftsgebäude. Das Wohngebäude entstand zwischen März und November 1691. Bereits im Jahr 1692 war Oberaufseß so stark befestigt, dass Bamberger Truppen wieder abziehen mussten. Bis heute umgibt die gesamte Anlage eine 120 m lange Mauer mit runden Ecktürmen.

In den Jahren 1780-1781 ließ Friedrich Wilhelm von Aufseß unter großem finanziellen Aufwand bauliche Veränderungen vornehmen, u.a. wurden die Stallungen zur Schlossküche umgestaltet, ein zweites Stockwerk aufgesetzt und das Torhaus zur Beamtenwohnung ausgebaut.

1890 ließ Hugo von Aufseß einen Nordtrakt mit dem Neubauturm errichten. Dieser grenzt direkt an einen zweigeschossigen Bau mit Satteldach und Fachwerkobergeschoss. Hier befand sich einst die Wagenremise, im Obergeschoss war die Wohnung für den Kastellan untergebracht. Im Jahr wurde der Mittelbau des Schlosses um ein Obergeschoss erweitert.

Der bekannte Literat Hans Max von Aufseß (1906-1993) lebte viele Sommer in Oberaufseß. Seine Werke sind heute im Fränkischen Schweiz Museum in Tüchersfeld einzusehen.

Westlich des Torhauses steht eine hohe, weithin sichtbare Fachwerkscheune mit steilem Satteldach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie aufgestockt, da Baron Max von Aufseß vermehrt in die Landwirtschaft investieren wollte. Heute wird die Scheune nicht mehr landwirtschaftlich, sondern kulturell genutzt. Mehrmals im Jahr finden Veranstaltungen des Fränkischen Theatersommers statt.

Ende des 19. Jh. ließ Hugo von Aufseß ca. 1 Kilometer im Wald einen Aussichtsturm errichten, in den er eine Sternwarte baute, den sogenannten Hugoturm. Aus dieser Zeit stammen auch die Parkanlage im Süden des Schlosses sowie die Lindenallee mit über 100 Linden.

Das Schloss Oberaufseß ist bis heute Wohnsitz der Familie von und zu Aufseß. Es ist daher nur im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen oder nach Voranmeldung (Gartenführung) zu besichtigen.

Quelle: Infotafel bei der Burg

Gemächlich führt der Weg vorbei am Neuhauser-Friedhof und in leichter Steigung bis auf die altbekannte Jurahöhe. Wälder, landwirtschaftliche Nutzflächen und Fränkische Dörfer folgen. Nach Tiefenlesau bis nach Hochstahl. In Hochstahl befindet sich ein Brauereigasthof. Wenn ihr wollt…

Achtet bitte in Hochstahl darauf den unscheinbaren Weg zwischen den Häusern zu nehmen (rechts abbiegen). Er lässt sich leicht übersehen. Der einfache Wanderweg führt euch noch durch Zochenreuth und danach wieder zurück zum Ausgangsort Breitenlesau.

Infos zur
Fränkische Schweiz Wanderung
Start/ZielParkplatz
91344 Breitenlesau
Conny-Krug-Str
Dies ist eine Rundtour
RouteBreitenlesau, Draisendorf
Aufseß, Oberaufseß,
Neuhaus, Tiefenlesau,
Hochstahl, Zochenreuth,
Breitenlesau
GPX-Track
11 Downloads
DauerMit Pause ca. 4:30 h
Länge21,0 km
Aufstieg196 Höhenmeter
Abstieg163 Höhenmeter
Höchster Punkt521 Höhenmeter
SchwierigkeitSteigungen, Gefälle
evtl. Rutschgefahr
Straßenverkehr
Wegeca. 65% Forst-u. Wirtschaftswege
ca. 14% geteerte Straßen
ca. 21% Pfade

Hinweis zur Verwendung des GPS-Tracks


Bilder der Tour

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