7. Oktober 2022
weissdorn

Der phantastische 1000 jähriger Weißdorn in Wohnsgehaig

1000 jähriger Weißdorn in Wohnsgehaig
1000 jähriger Weißdorn in der Fränkischen Schweiz

1000 jähriger Weißdorn in Wohnsgehaig in der Fränkischen Schweiz

Der knorrige Baum mit seinem in sich gedrehten Holz, dem schon die Griechen den Namen krateios= fest und stark gegeben haben, zählt zu den Sehenswürdigkeiten in der Fränkischen Schweiz.

1000-jähriger Weißdorn in unglaublicher Blütenpracht
1000-jähriger Weißdorn in unglaublicher Blütenpracht
1000-jähriger Weißdorn in Blütenpracht
1000-jähriger Weißdorn in Blütenpracht
1000 jähriger Weißdorn in Wohnsgehaig
1000 jähriger Weißdornbaum in der Fränkischen Schweiz

Wie entstand die Fränkische Schweiz?

Im Jura (vor 205-144 Mill. Jahren) bedeckte ein ausgedehntes tropisches Flachmeer den süddeutschen Raum. Wechselnde Strömungen, sich verändernde Küstenlinien und variierender Sauerstoffgehalt führten dazu, dass sich am Meeresboden unterschiedliches Lockermaterial (=Sedimente) ablagerte. Tone sowie Sande sind für die älteren Juraschichten (Lias und Dogger) typisch, im Malm sind vor allem helle Kalke charakteristisch.

Das jurassische Flachmeer im Malm bedeckte große Teile des süddeutschen Raumes. Ausgedehnte Riffgürtel trennten einzelne größere Meeresbecken voneinander ab, in denen sich teils eine verschiedenartige Fauna entwickeln konnte. Eine derartige Barriere war das Wiesentriff, welches das Gebiet der nördlichen von der mittleren Fränkischen Alp trennte.

Eine vielfältige Meeresfauna ist uns durch Fossilien überliefert; die bekanntesten sind die tintenfischartigen Ammoniten, gefolgt von Belemniten, Muscheln, Seeigeln und vielem mehr. Ortsfeste Schwämme und Kalkalgen bauten flache Riffe auf, die zu imposanten Gesteinskörpern anwuchsen.

urmeer
Das Urmeer

So ähnlich sah ein Meeresboden im Flachwasserbereich zur Zeit des Malm wohl aus. Die damalige Situation ist gut mit den heutigen Bahmas zu vergleichen. Schwämme türmten sich zu einem Riff auf oder waren vereinzelt auf dem Meeresboden verteilt. Neben den Schwämmen lebten im riffnahen Bereich Seelilien, Seeigel, Muscheln und andere bodenlebende Organismen.

Mit der Kreidezeit zog sich das Meer endgültig zurück. Unter den seinerzeitig herrschenden tropischen Bedingungen begann die Verkarstung mit der Ausbildung von typischen Kegelkarstformen. Viele Höhlensysteme der Alb wurden bereits zu dieser Zeit angelegt.

Quelle: Bayrisch Bömischer Geopark

Eine weitere Wanderung die den Weißdorn tangiert

Glashütten, Zeubachtal, Nankendorf, Wiesent, Neubürg, Via Imperialis, bemerkenswerte 24 km

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