28. Mai 2022
gelbe schilder alpen

Schwierigkeitsgrade von Bergwegen – Die Farben

Die beim Alpinwandern verwendeten Farben der Schwierigkeitsgrade von Bergwegen

Mit welchen Bedingungen muss ich bei der Alpinwanderung rechnen, ist die Tour mit meinem Können und körperlichen Konstitution zu machen. Die Beantwortung dieser Fragen sind wichtig, deshalb haben die Alpenländer die Schwierigkeitsgrade von Bergwegen klassifiziert und farblich kenntlich gemacht.

Die Klassifizierung der Alpinen Wege werden in den die Farben blau für einfach, rot für mittelschwer und schwarz für schwierig vorgenommen.
Neben der Zielangabe wird die Klassifizierungen der Bergwege auf den gelben Wegweiser Schilder als farbiger Punkt angebracht.

Schwierigkeitsgrade von Bergwegen
Rot/Weiß/Rot – Markierung auf den Alpinen-Wegen

Um auf der Alpintour orientiert zu bleiben, sind an Felsen oder Bäumen rot/weiß/rot Markierungen angebracht, diese Markierung wird auf allen Wegen unabhängig der Schwierigkeit verwendet.

Nach Wetterereignissen und nach dem Frühjahr sind die Wege oft durch Lawinenabgänge, Muren, Sturm, starken Regenfällen und Altscheefeldern unpassierbar geworden. Da die Klassifizierung auf optimale Verhältnisse ausgelegt ist, liegt es in euerer Verantwortung diese Unwägbarkeiten im Vorfeld zu erfahren.

Kümmert euch deshalb vor Beginn einer Tour um die lokalen Verhältnisse. Nutzt dazu das Internet, Tourenplanungs Apps, auch die Hüttenwirte geben gerne Auskunft.

Hinweis auf der Homepage des Kälingerhauses nach schweren Schneefällen
Hinweis auf der Homepage des Kälingerhauses nach schweren Schneefällen (2019)

Klassifizierung der Bergwege

  • Talwege gelb (T1): In der Nähe der Täler, breite einfache Wege ohne Gefahr des Absturzes.
  • Einfache Bergwege blau (T2) sind meist eng, können steil ansteigen, sie sind ohne Absturzgefahr.
  • Mittelschwere Bergwege rot (T3) sie sind meist eng, können steil ansteigen und können Absturzgefährlich sein. Diese Bergwege können mit Drahtseilen versicherte Passagen aufweisen.
  • Schwere Bergwege schwarz (T4 – T6) sind eng, steigen steil an und weißen Absturzgefahr auf. Sie haben oft versicherte Passagen und/oder besitzen einfache Kletterstellen, welche den Einsatz der Hände fordern. Gehobene Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind essentiell notwendig .
Wegweiser im Alpenraum
Wegweiser im Alpenraum

Die SAC-Klassifizierung

  • Talwege gelb (T1):Weg/Gelände: Wege sind gut gebaut. Wenn nach SAC-Normen markiert dann: gelb. Gelände ist flach oder leicht geneigt, ohne Absturzgefahr. Anforderungen: Ohne, keine Bergschuhe notwendig. Orientierung problemlos, gewöhnlich auch ohne Karte möglich. Wenig Anforderung an die Ausdauer
  • Einfache Bergwege blau (T2) Weg/Gelände: Durchgehend gut überschaubarer und gut begehbarer Weg. Wenn SAC-markiert dann: weiss-rot-weiss. Abschnitte können steil sein, zumeist ohne Absturzgefahr. Anforderungen: Leichte Bergschuhe empfehlenswert. Vermehrte Trittsicherheit erforderlich. Grundsätzliches Orientierungsvermögen. Grundausdauer notwendig.
  • Mittelschwere Bergwege rot (T3) Weg/Gelände: Wegführung nicht durchweg sichtbar. Schwierige Stellen können eventuell mit Seilen oder Ketten versichert sein. Aufstieghilfen sind möglich. Der Einsatz der Hände zum Halten des Gleichgewichts sind nötig. Wenn markiert dann: weiss-rot-weiss. Teilweise exponiert mit Absturzgefahr. Einfache Firnfelder, apere Gletscher, heikle Grashalden und Schrofen. Anforderungen: Gute Bergschuhe erforderlich. Gute Trittsicherheit. Gutes Orientierungsvermögen. Gute Ausdauer. Grundlegende Alpine Erfahrung
  • Alpinwandern  schwarz (T4) Weg/Gelände: Weg wenig ersichtlich. An manchen Stellen werden die Hände zum weiterkommen benötigt. Wenn markiert dann: weiss-blau-weiss. Heikle Grashalden und Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr. Anforderungen: Vertrautheit mit ausgesetztem, Gelände. Stabile Bergschuhe. Gutes Orientierungsvermögen und Alpine Erfahrung notwendig. Bei Wetterumschwung kann eine Rückkehr nicht möglich sein.
  • Anspruchsvolle Alpinwanderwege schwarz (T5) Weg/Gelände: Meist ohne Weg. Einfache Kletterstellen. Wenn markiert dann: weiss-blau-weiss. Ausgesetztes und anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Gletscher und Firnfelder mit Absturzgefahr. Anforderungen: Hochwertige Bergschuhe. Gesicherte Geländebeurteilung, sehr gute Orientierung. Gute Erfahrung in Alpinem Gelände. Grundsätzliche Kenntnisse im Gebrauch mit Seil und Pickel
  • Schwieriges Alpinwandern schwarz (T6) Weg/Gelände: Meist ohne Weg. Kletterpassagen bis II. Nicht markiert. Oft sehr ausgesetzt. Heikles Schrofengelände. Gletscher mit hoher Absturzgefahr. Wenn markiert dann: weiss-blau-weiss. Anforderungen: Hochwertige Bergschuhe. Routinierte Orientierung. Ausgereifte Alpinerfahrung.  Sehr gute Kenntnis mit alpinen Hilfsmitteln (Pickel, Seil, Steigeisen)

Notfallapotheke für Alpine Wanderungen

Mein Beitrag zur Notfall Vorsorge

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