16. Juli 2024
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Nazaré-Wellen beim Forte de São Miguel Arcanjo-Praia do Norte-Portugal

Nazaré-Riesenwellen beim Forte de São Miguel Arcanjo-Praia do Norte-Portugal

Wo der Wind für die Surfer weht – Impressionen aus Portugal-Nazaré

Nazaré - Wellen beim Forte de São Miguel
Nazaré – Wellen beim Forte de São Miguel

Die Portugiesische Bevölkerung hat seit jeher eine besondere Beziehung zum Ozean. Dies ist sicher dem maritimen Erbe und dem direkten Zugang zu einem der größten Ozeane der Erde zu verdanken. Darüber hinaus üben Wellen, besonders große, mächtige, wütende Wellen seit jeher eine besondere Magie auf die Menschen aus.

Gespannt verfolgen die Portugiesen in den Wintermonaten den Vorhersagen zur Wellenbildung. Starke Stürme auf dem Atlantik lassen die See anschwellen, die Wellen werden vom Wind über den Atlantik getrieben, wo sie schließlich auf das Festland treffen.

Zu Hunderten machen sich die Portugiesen auf den Weg zum Leuchtturm bei Nazaré um die spektakulären Wellen zu sehen. Natürlich haben auch die Profisurfer Informationen über die lang ersehnte Ankunft der Riesenwellen erhalten, jetzt bieten sie ein Spektakel mit der Auseinandersetzung der unglaublichen Wellen.

Wellen beim Forte de São Miguel Arcanjo
Wellen beim Forte de São Miguel Arcanjo

Der Unterwassercanyon vor Nazaré – über 30 Meter hohe Wellen möglich

Der Unterwassercanyon vor Nazaré ist immer noch ein Rätsel, da er sich in einem komplexen geologischen Gebiet befindet. Es wird vermutet das die Entstehung mit einer Verwerfung des Seebodens zusammenhängt, einem Bruch in der Erdkruste, derartige Bewegungen können auch Unterwasserbeben verursachen.

Der Unterwassercanyon vor Nazaré ist einer der größten Unterwassercanyons der Welt, er ist ein riesiges Loch auf dem Meeresgrund. Er ist etwa 227 KM lang und 5 KM in seiner maximalen Tiefe, durch steile Abgründe geformt.

Der Canyon vor Nazaré ist maßgeblich für die Erzeugung der großen Wellen am Praia do Norte verantwortlich. In der Kombination mit anderen naturgegebenen Elementen; wie z.B. die mächtigen Dünungen des Atlantiks, der Kreuzung zweier Wellenrichtungen, die Gezeiten, der Wind und die Meeresströmungen, begünstigen die Entstehung großer Wellen.

Die Gegend um Nazaré war schon immer ein von ehemaligen Fischern wegen der starken See gefürchtetes Gebiet. Es gibt dort mehrere Schiffswracks und sogar ein deutsches U-Boot aus dem 2. Weltkrieg, das in den Tiefen des Canyon vor Nazaré versenkt wurde.

Die mächtigen Stürme im Atlantik können eine starke Dünungen verursachen, wenn der Sturm eine hohe Wellenperiode in Bewegung setzt und diese in nordwestlicher Richtung verlaufen, dann teilt der Unterwassercanyon vor Nazaré die Dünung in zwei unterschiedliche Teile: eine Dünung, die den Canyon durchquert und eine welche neben dem Canyon auf die Küste zuläuft.

Die Dünnung die den Canyon durchquert behält ihre Kraft und Geschwindigkeit dank der großen Tiefe bei, der Canyon führt die Dünung direkt zur Küste. Wenn sich dann die beiden Dünnungen nahe der Küste wieder treffen, kollidieren sie und verursachen so eine sich verstärkende Wechselwirkung welche die endgültige Größe der Welle erheblich verstärkt.

Darüber hinaus lässt die vom Strand in die entgegengesetzte Richtung kommende Strömung die Wellen um einige Meter höher anschwellen, und der Windeinfluss kann bei einem Nordostwind weiter verstärkend wirken.

Diese Faktoren zusammen führen zu viel größeren und stärkeren Wellen als an anderen Bereichen der portugiesischen Küste, sogar nur wenige hundert Meter von der Praia do Norte entfernt.

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Damit eine Riesenwellen entstehen kann, sollten einige der folgenden Bedingungen vorliegen:

  • Die Wellenperiode sollte größer oder gleich 15 Sekunden sein
  • Eine Wellengröße mächtiger als 4,50 Meter für die See vor Nazaré
  • Die Dünungsrichtung aus Nordwestlicher Richtung ist ideal
  • Der Wind sollte aus Nordöstlicher oder Nördlicher Richtung kommen

Der Canyon vor Nazaré kann die für die See vor Nazaré vorhergesagten Wellen um das dreifache verstärken. Der wichtigste Faktor ist, das Auftreten starker Stürme im Nordatlantik im Herbst/Winter, die dann beim Canyon enorme Wellen erzeugen können.

Warum schauen Menschen gebannt auf das Meer?

Der Blick auf die See, der Blick auf den Horizont könnte das Gehirn anregen, Serotonin, Dopamin und Oxytocin zu erzeugen. Für euer Wohlergehen und Glücksempfinden sind diese Botenstoffe essentiell. Der Blick auf das Meer animiert das Gehirn, sich an schöne Dinge zu erinnern, dies fördert die innere Ruhe und Ausgeglichenheit.

Beim Hören des Geräusches der Gleichmäßigkeit der anlandenden Wellen kommen viele Menschen innerlich zur Ruhe. Auch wirkt sich der visuelle Bereich, die blau-grüne Farbe der See positiv auf das Befinden aus. Oder beobachtet einfach den ruhigen, langen Flug der Möwen.

Große Wellen

Eine weiterer Bericht aus Portugal

Fischfang am Strand von Praia da Tocha

Die Straße zum Forte de São Miguel Arcanjo

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